Die Letzten werden die Ersten sein

Das ist nicht nur so ein Spruch, sondern Siegbert Wernet hat es in die Tat umgesetzt. Was hat er getan? 2020 fing für uns alle erstmal ganz normal an. Doch ab März war nichts mehr wie es vorher war. Und wer schaffte es als letzter LSGler noch auf einen Wettkampf, bevor alle abgesagt werden mussten? Siegbert! Und wer schaffte es als erster LSGler auf einen der ersten erlaubten Wettkämpfen 2021? Siegbert.

Und Siegbert wäre nicht Siegbert, wenn er sich nicht gleich eine der heftigsten Herausforderungen stellen würde, die noch das Wort Marathon führen dürfen. Der 11. Brixen Dolomiten Marathon. Gespickt mit 2450 Höhenmeter verteilt auf 42,195 km. Seit Jahren sein Traum, den er sich eigentlich schon zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2020 erfüllen wollte. Doch nicht nur der Weg vom Start zum Ziel war sehr steinig und schwer, wie ein bekannter deutscher Sänger singt. Sondern auch die Wochen bis zum Start gestalteten sich nicht einfach für ihn. Geplagt mit einer schweren Entzündung im Kiefer und den schweren Folgen der Nachbehandlung ließen kein anständiges Training mehr zu. Oft spielt bei uns Läufern gerade in den paar Wochen bis zum Start der Kopf eine große Rolle. Gedanken wie „konnte ich genug trainieren?“, „Schaffe ich das?“ oder „Bin ich bis zum Start wieder gesund?“ gehören zum Dauerdialog aus dem man ausbrechen muss.

Stark und Optimistisch wie Siegbert ist, wurde er rechtzeitig gesund und Fuhr guter Dinge nach Brixen.

Start war am 03. Juli um 07:30 Uhr am Brixen Dom auf 560 m über dem Meer bei strahlendem Sonnenschein. Ziel war auf dem Ploseberg auf 2450 m. Die Strecke führte mit Masse auf Wald-, Wiesen- und Forstwegen durch Afers, zur Rossalm, nach Kreuztal bis ins Ziel. Die letzten Kilometer waren so steil, dass alle 500 m ein Schild mit der bereits zurückgelegten Distanz stand. Das verlangte den Läufern definitiv alles ab.

Der atemberaubenden 360° Blick im Ziel nach 6:19.58 entschädigte Siegbert für alles. Er belohnte sich nach seiner Mühe mit dem 17. Rang in seiner stark vertretenen Altersklasse.

Der schnellste Läufer ebenfalls in Siegberts Altersklasse kam nach 3:50.41 Stunden ins Ziel. Die schnellste Frau rannte diese unfassbare Wand in 4:25.58 hoch.

Wie mühevoll so ein Lauf sein kann zeigte leider auch der tragische Tot eines 62 jährigen Staffelläufers, der auf der Strecke einen Herzinfarkt bekam und daran verstarb. Denken wir an ihn während wir unsere Lebenszeit in vollen Zügen genießen. Wir wissen nie, wann sie zu Ende ist.

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