Historischer Spartathlon Lauf am 26.-27. September 2014

Dietmar Göbel "macht sein Ding" und erreicht Optimalziel beim Spartathlon Lauf

Dietmar Göbel startete beim Spartathlon, einem Ultramarathon über eine Strecke von 246 km, der in Griechenland seit 1983 veranstaltet wird. Die historische Strecke von Athen nach Sparta muss dabei in einem Zeitlimit von 36 Stunden zurück gelegt werden.

Unser LSG Mitglied Dietmar Göbel machte sich dieses Jahr zum wiederholten Male auf den Weg nach Griechenland, um an diesem aussergewöhnlichen Rennen teilzunehmen. Er lief diese Ultradistanz in einer Zeit von 26:15:57 Stunden und wurde sensationell in der Gesamtwertung auf den fünften Platz gewertet.

Dietmar, die LSG ist stolz, so einen Ausnahmeläufer wie dich in unseren Reihen zu haben und zollen großen Respekt vor Deiner Leistung. Hut ab.

Dankenderweise hat uns Dietmar einen Interessanten Laufbericht mit Bildern und zusätzlichen Fakten zum Spartathlon zukommen lassen. Hier sein beeindruckender Bericht!

Spartathlon 26./27. September 2014

Die Fakten:
ca. 246 km, ca. 3.000 positive Höhenmeter; 380 gemeldete internationale Läufer nach den jeweiligen Qualifikationskriterien der teilnehmenden Länder.

Start ist am 26.09.2014 morgens 7:00 Uhr an der Akropolis, Ziel spätestens nach 36 Stunden Leonidas Statue in Sparta.

Sieger: Ivan Cudin (zum 3. Mal) in 22:29:29 Italien
2. Florian Reuss 23:57:13 (2013 schon 2., amtierender Europameister im 24h Lauf)
3. Andrzej Radzikowski in 25:49:05, Polen
4. Marco Bonfiglio in 26:01:26, Italien
5. Dietmar Göbel in 26:15:57, LSG Schwarzwaldmarathon

Finisher 207

Da fragt man sich: Warum tust Du Dir das an? Nochmals? Du hast doch schon 2-mal Dir Alles bewiesen. Trotzdem: Spartathlon ist anders, unbeschreiblich, verrückt, schön, man kann es nicht ausdrücken.
Der historische Hintergrund, das Gefühl „definitiv härtester Non Stop Lauf und ich darf mitlaufen“, die Freude der Griechen über uns Läufer, der Zieleinlauf und ….. einfach Alles. Ich habe dieses Jahr außer einem lockeren 75 km Lauf und einem Marathon noch keine Listenzeit, aber das Training war Recht gut und ich bin tatsächlich die Ruhe selbst. So reise ich auch nicht wie alle anderen Favoriten – und ich war zum Start sicher keiner, sondern wurde erst unterwegs zum Underdog-Champion - ein oder 2 Wochen früher an; für diese Späße hat ein Familienvater mit einem 70 Stunden-Wochenjob keine Zeit. Mittwoch zur Einschreibung und medizinischen Untersuchung, Donnerstag Besprechung und los geht’s am Freitag mit zwischen 4 und 5 Uhr morgens aufstehen, um pünktlich 7:00 Uhr an der Akropolis zu starten.

Mit im Feld: Die gesamten Nationalteams der Länder, da die 24 h Lauf-WM vor einigen Wochen kurzfristig ausfiel, die Sieger der letzten Jahre Marcus Thalmann, Stu Thoms, Valmir Nunes, Ivan Cudin, der letzte 24 h Lauf Weltmeister Jonathan Olsen aus den USA, etc….. Namen, Namen Namen. Wen interessiert das? Zumindest nicht Läufer wie mich am Start. Man muss hier sein eigenes Ding laufen, andere reden lassen, denn jeder weis es besser und meint es nur gut!!! Und so mache ich mein Ding.

Angst habe ich nur vor dem Wetter und das mit Recht: Regen am Start trotz 23°C, Gewitter mit Sturzregen und Hagel, nachmittags 30°C, nachts nahe 0°C. Und ich habe keinen Betreuer bei dem ich trockene Schuhe anfordern kann. Was soll´s! Mach Dein Ding! Und so laufe ich streng nach Puls: Erster Marathon in rund 3:30, die ersten 81 km in 6:45h. Nur zwischen Kilometer 78 und 80 bin ich zu schnell: Bewußt: Die Schnellstraße auf deren Standstreifen wir sonst laufen ist auf eine Spur gesperrt und die LKWs wollen wohl ihre Seitenwände an unseren Trikot abwischen. Und der Windzug bringt einen fast ins stolpern, so wie es den Motorradfahrer beim überholen der LKWs versetzt. Und aussehen wie die vielen „flachen“ Katzen auf der Strasse möchte ich nicht. Also Tempo, auch wenn es vom Meer zum Kanal von Korinth bzw. dessen Brücke bergauf geht. Besser Kraft „vergeuden“ als „Briefmarke“.

Ich komme als 2. in Korinth rein – was ich erst im Ziel im Internet sehe, da ich nach Puls und einem Fabelziel laufe und nie auf die Listen der Kontrollposten schaue. Welches Ziel? Nun: a) ankommen in unter 30 h = Ziel, b) unter 27:45 ankommen = Optimalziel, c) Unter 25 h = perverser Traum. Jedenfalls bin ich durch diesen Einlauf in Korinth – und das Bier das ich dort vernichte – schon der Underdogliebling der Zuschauer und der Fotographen, noch dazu wo ich eben keine Betreuer habe, die mir alles sofort an den Kontrollpunkten geben. Letzteres spart enorm Zeit, vorallem nachts wenn man einen Kaffe haben will: Beim betreuten Läufer ist der gekocht, beim unbetreuten verliert man 5 min pro Kaffee. Anderes Beispiel: Ich habe 40 km umsonst – ich war nicht sicher wie schnell ich am Tag X bin – die Stirnlampe getragen, die ich sonst dem Betreuer hätte geben können. Nasse Schuhe: Wechsel bei mir nicht möglich, etc.pp. Wie auch immer. Ich bin im „Perversen Traumzeitplan!“. Einen weiteren Marathon später komme ich nach 124
km in Nemea um rund 18:00 Uhr an. Von 81 bis 124 km geht es leicht bergauf, trotzdem bin ich fit und rund 45 min vor dem Traumzeitplan. Tempo rausnehmen und am Berg der nun folgt Kraft sparen. Riegel mag ich keinen essen. Nur noch trinken!! Gespräche am Check point: How do you feel? Some pain in the muscles. That´s okay. It´s Sparta.

Ich schaffe den Bergpass – siehe Bild – und komme noch vor Mitternacht in Nestani an: Kilometer 172. Sammeln umschalten, Bier trinken, planen. Ich bin immer noch 30 min vor dem Traumplan, trotz Krafte
insparung im Berg.



Bei Kilometer 195 laufe ich Schlangenlinien, da ich „einschlafe“. Was tun? Volles Risiko wegen des Traumzieles? Nein. Ab Kilometer 201 kommt nur noch Schnellstraße (Bild).



Also 4 x 5 min schlafen, nur nicht länger, sonst kommt man nicht mehr in Gang! Jeder Kontrollpunkt Kaffee – kostest Zeit, rettet vielleicht Leben. (Im Sinne man wird nicht zur Kühlerfigur der LKWs der Schnellstraße)



Nach 26:15 h erreiche ich Sparta. Traumziel =nein; Optimalziel = aber sicher!!! Unterwegs immer wieder durch die Kontrollpunktleute: „You look good. Your are strong!“ Alles ist relativ! Trotzdem: Mit insgesamt 25 min Schlaf plus Kaffeewarten die letzten 80 km in 9:30h, wobei hier noch 500 Höhemeter dazukommen, nach immerhin 170 km einlaufen; ist auch okay.



Mit 26:15 haben an „glücklicheren“ Jahren andere schon gewonnen; bei mehr als 20 von 32 Spartathlons war man hiermit unter den ersten 3.



Bester in der Altersklasse M 45, bester unbetreuter Läufer und viel wichtiger: Ein für mich perfekter Lauf bzgl. Leistung, Entscheidungen unterwegs – was trinke/esse ich wann und wie schnell laufe ich wann. Mit diesem Lauf bin ich sehr zufrieden und es wird sicher einer der Läufe sein, die unter die „TOP 3“ der „meine Besten Läufe“ kommen. Und auch wenn ich erst seit 11 Jahren Laufe: Ich glaube nicht, das der Lauf aus den TOP 3 rausfällt.

Die Frage: Warum tut man sich das an, kann ich nicht wirklich beantworten. Vielleicht, weil ich einfach gerne laufe. Deshalb darf es auch mal „ein bisschen Mehr“ sein.

Denzer-Cup 2014 (Endergebnis)

Alexander Grigo verteidigt seinen letztjährigen Gesamtsieg im Denzer-Cup in beeindruckender Art und Weise

Alexander Grigo, letztjähriger Sieger des Denzer-Cups, verteidigte seinen Titel in beeindruckender Art und Weise. Er legte einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg hin und gewann 5 von 6 Läufen. Er dominierte das Teilnehmerfeld bei den Läufen in Unterkirnach, Reiselfingen, Wolterdingen, Döggingen sowie in Schönwald. Lediglich in Pfohren mußte er zwei seiner Mitstreiter an sich vorbei lassen. Allerdings hatte er bei diesem Lauf sich einen kleinen Umweg gegönnt. Wenn dieser nicht gewesen wäre, wer weiss, ob er dann auch noch diesen gewonnen hätte.

Die LSG Schwarzwald-Marathon ist stolz einen so leistungsstarken Läufer in seinen Reihen zu haben und fiebert jetzt schon auf eine erneute Titelverteidigung 2015 hin. Gratulation an Alex und ein herzliches Dankeschön.

Im Endergebnis reicht es dann doch für Armin Fleig zu einem verdienten Podestplatz

Ein weiterer Starter der LSG beim Denzer-Cup war Armin Fleig. Er erhielt im Verlaufe der Laufserie den Beinamen "ewiger Vierter"! Bei insgesamt 6 Läufen (Reiselfingen, Wolterdingen, St. Georgen, Döggingen, Schönwald und Pfohren) scheiterte er jeweils mit dem 4. Platz knapp an einem Podestplatz. Allerdings konnte er in Unterkirnach aufs Podest laufen und wurde Dritter. In Obereschach war es "nur" der 5. Platz. Da er jedoch 8 Läufe absolvierte und nur die sechs Besten in die Wertung kommen, konnte er den 5. und ein 4. Platz als Streichergebnis nehmen. Durch seine konstanten Platzierungen konnte er sich im Endergebnis den 3. Platz in der Altersklasse M 45 sichern und sich über einen wohlverdienten Podestplatz freuen. In der Altersklassen übergreifenden Gesamtwertung bedeutet dies Platz 17.

Ebenso recht herzliche Glückwünsche an Armin für seine großartige Leistung beim diesjährigen Cup und wir hoffen, daß Du nächstes Jahr wieder beim Cup angreifst und gute Leistungen für die LSG erzielst. Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an Dich.

Platz 5 in der starken Altersklasse M 40 für Siegbert Wernet

Siegbert Wernet war der dritte Athlet der LSG, der beim diesjährigen Denzer-Cup an den Start ging. Er mußte in der starken Altersklasse M 40 an den Start gehen, meisterte aber dieses schwierige Unterfangen mit Bravour. In Obereschach sprang ein
5. Platz heraus. In Unterkirnach, Reiselfingen, Wolterdingen sowie zum Abschluß in Vöhrenbach wurde er jeweils sechster. Lediglich in Schönwald (Platz 8) und in Pfohren (Platz 10) konnte er seine starken Leistungen nicht ganz abrufen. Allerdings konnte er den 10. Platz von Pfohren als Streichergebnis nehmen und somit kam dieser Lauf gar nicht zur Gewichtung. Am Ende bedeutete dies wie schon erwähnt ein großartiger 5. Platz in der Altersklasse M 40. In der Gesamtwertung belegte Siegbert Wernet den 24. Platz.

Die LSG bedankt sich ebenfalls bei Dir Siegbert für Deine klasse Leistung und würde sich ebenfalls freuen, wenn Du nächstes Jahr wieder um den Titel mitlaufen würdest. Danke Siegbert.

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Weitere Läufer der LSG beim Denzer-Cup waren:

Thore Göbel U 20        (Obereschach Platz 5, Pfohren Platz 4)
Michael Friehe U 20    (Pfohren Platz 5)
Alexander Glunk M 35 (Obereschach Platz 9)
Dietmar Göbel M 45    (Obereschach Platz 13, Pfohren Platz 36)

Auch diesen vier Läufern wollen wir zu Ihren Leistungen gratulieren und ein herzliches vergelt`s Gott sagen. Vielleicht sehen wir Sie beim Denzer-Cup 2015 wieder auf der Strecke und evtl. mit ein paar Läufen mehr. Danke.

5. Vöhrenbacher Stauseelauf am 21.09.2014

Armin Fleig schrammt erneut knapp an einem Podestplatz vorbei

Ohne den schon als Denzer-Cup-Sieger feststehenden Alexander Grigo ging ein Duo der LSG Schwarzwald-Marathon beim 5. Vöhrenbacher Stauseelauf an den Start. Armin Fleig benötigte für die nicht ganz einfache 11,5 km lange Strecke eine Zeit von 49:22,9 Minuten und scheiterte um gerade einmal 18 Sekunden an einem Podestplatz in der starken Altersklasse M 45. Ihm blieb wieder einmal ein undankbarer 4. Platz. Im Gesamtklassement reichte diese Zeit zum 16. Platz.

Siegbert Wernet, zweiter Starter der LSG, bewältigte die Strecke innerhalb von 51:31,7 Minuten und wurde damit in der Gesamtwertung auf den 27. Platz gewertet. In der Altersklasse M 40 wurde er damit sechster.

Beiden Läufern gratulieren wir zu diesen guten Laufergebnissen.

Von der Denzer-Cup-Gesamtwertung
werden wir sobald diese vom Veranstalter erstellt ist, einen seperaten Bericht veröffentlichen.

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