6. Ultra Bodenseelauf am 27.07.2014

Thore Göbel in den Fußstapfen seines Vaters

Am Sonntag, den 27. Juli 2014 waren für die LSG Schwarzwald-Marathon Thore und Dietmar Göbel beim 6. Ultra Bodenseelauf am Start. Beide starteten beim Ultralauf über 100 km. Dabei ging es Thore darum, "einmal mehr als Marathon" zu laufen. Und das schon in seinem jungen Alter von 15 Jahren!!!! Dafür war dieser Lauf bestens geeignet. Der Ultralauf findet auf einem 2,4 km langen Rundkurs statt, welcher beim 100 km Lauf 42 mal absolviert werden muß. Durch diese Konstellation war eine gute Betreuung einerseits durch den Vater, anderseits war ein aussteigen zu jederzeit möglich.

Nach einem gut eingeteilten Rennen beendete das Duo den Ultralauf letztendlich nach 6:56 Stunden. Dabei legte Thore bei seinem ersten Lauf über/länger als 42 km, beeindruckende 30 Runden, also ca. 72 km zurück, Dietmar schaffte es auf 33 Runden, also ca. 79,2 km. Diese Leistung verdient den allergrößten Respekt, zumal die äußeren Bedingungen nicht die optimalsten waren. Beide waren zum Schluß hin total durchnässt, kalt und müde, und so erscheint dieses "vorzeitige Ende" mehr als Vernünftig.

Beiden Läufern zollen wir unseren größten Respekt. Hut ab. Eine gelungene Premiere für Thore Göbel in der Ultralaufszene.


Nachfolgend findet Ihr einen detaillierten Laufbericht von Dietmar Göbel.

Am gestrigen Sonntag haben Thore und ich am 6. Ultra Bodenseelauf teilgenommen. Angeboten werden 50 oder 100 km als Einzelstarter oder für 2er, 4er und 10er Staffeln. Für Einzelstarter beträgt das Startgeld € 7 + € 25, d.h. € 7 Meldegebühr und € 25 welche zu je 50 % an Ärzte ohne Grenzen bzw. an die Kinder Krebsklinik in Tannheim gespendet wird.

Gelaufen wird auf einem Rundkurs á 2,4 km mit geringen Steigungen und gekiesten Waldwegen. Somit sind für die 100 km Läufer 42 Runden zu laufen. Da Thore „einmal mehr als Marathon“ laufen wollte, die einerseits Idealveranstaltung unter meiner losen Kontrolle dies zu tun und ohne Gefahr jederzeit aussteigen zu können, andererseits natürlich mental sehr schwierig, so ein Rundkurs; spätestens nach 18 Runden, also der Marathondistanz. Nichts desto trotz fuhren wir – nachdem wir um 4:30 aufgestanden waren – im Regen nach Immenstaad, holten um 6:30 unsere Startunterlagen und starteten gemeinsam um 7:00 Uhr. Neun Einzelstarter wurden auf die Strecke geschickt, um 8:00 Uhr folgten die 50 km Läufer und die Staffeln. Praktisch sofort kannten uns die Veranstalter, die uns nach jeder Rund mit Namen anfeuerten und die Runden an einer großen Tafel in Form von „Abreißkalendern“ mitzählten.


Gerade nach Thore wurde unterwegs immer wieder gefragt: Wie alt? Wie weit? So gleichmäßig? Thore ging das Ganze in gleichmäßigem 5:45- 6er Schnitt an und erreichte soweit problemlos die 50 km Marke. Dann fingen langsam die Probleme an, wozu der Dauerregen und die trotzdem relativ warmen, etwas schwülen Temperaturen beitrugen. Trotz Umlaufen von Pfützen waren zu der Zeit natürlich auch die Schuhe lange nass und schwer. Auch ich hatte spätestens ab ca. 23 Runden meine Krise und war nicht mehr wirklich schneller als Thore auf den ich auf den ersten 50 km 2 Runden raus gelaufen hatte.

Letztlich holte ich Thore in seiner 30 und meiner 33 Runde ein: Durchnässt, kalt und müde beschlossen wir es bei diesem ersten Ultra nach 6:56 h bei rund 72 km (= 2,4 x 30) zu belassen, was sicherlich nicht nur unter diesen Bedingungen eine starke Leistung ist (ich 33x2,4= 79,2 km). Natürlich mag man sagen, dass wir nach einer längeren Pause – hätte man bei besserem Wetter sicher versucht – nochmals die letzten 12 Runden für Thore hätten packen können/versuchen können; aber in diesem Alter, kurz vor den Ferien und überhaupt sollte man eine Krankheit und sei es Grippe nicht dem „Zwangserfolg“ unterordnen. Von da aus war die von Thore selbst getroffene Entscheidung „mutig, richtig und zeigt eine vernünftige Einstellung“.

Noch ein paar Worte zum Ausrichter: Ich kann diese Veranstaltung 200 % empfehlen. Nicht nur wirklich liebevoll organisiert und mit viel Idealismus für einen guten Zweck, sondern beeindruckend wie trotz des Wetters keiner schlechte Laune hatte! Hut ab vor diesen Sportlern!! Ich bin sogar am überlegen, ob ich mit meiner Praxis eine 10er Staffel als Betriebsausflug 2015 organisiere!

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