Allgäu Panorama Ultralauf am 11.8.2019

Fakten:
69,7 km und 3058 positive und negative Höhenmeter (End-zu-Endlauf)

Julia Ruf: Platz 10 AK 35 in einer Zeit von 12:27:04 bei insgesamt nur 33 weiblichen Finishern

Starke Leistung Julia. Dein Bericht macht Lust auf eine Teilnahme dann 2020!

Hier der Bericht von Jule:
Mal ein Ultra mit mega Spaß Faktor. Ich bin ja eh ein Gebirgsfan. Auch wenn ich im Gebirge überhaupt nicht gut bin im Punkto rennen oder biken, liebe ich die Atmosphäre sehr. Und mir wurde von einigen der Allgäu Panorama Ultra empfohlen. Da ich mir Biel dieses Jahr auf jeden Fall erfüllen wollte, wartete ich erst ab, wie es mir im Juni nach Biel geht. Da ich mich nicht überlastet, also verletzte meldete ich mich dort an. Der Preis mit 88 Euro sehr Fair. Man bekam dieses Jahr einen leichten Funktionsrucksack, Laufsocken, Gutscheine für Essen und ein Capy. Außerdem top Verpflegung während des gesamten Laufs. 
Sonntag 06:00 Uhr war Start. Jeder konnte sein Gepäck für nach dem Lauf in einen Anhänger packen. Und die Ultras sogar ein Drop bag für km 49 deponieren. Ausgetragen werden dort Halbmarathon, Marathon und Ultra. Startzeiten und Strecken sehr unterschiedlich. 
Was sehr verwunderlich war für mich. Es startet über 200 Männer aber nur 37 Frauen. (Viel mir aus Gewohnheit meines Berufs erst im Ziel auf).
Die Strecke genau zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, weil der Lauf sehr abwechslungsreich ist. Aber zusammenfassend: Mega Verpflegung und super Liebe Menschen die das alles durchführen. Strecke Mega! Von Wurzelweg, sehr steilen Auf- und Abstiegen bis traumhafte Aussicht und sehr gut rennbaren Wegen war alles mit dabei. Alles mega. Ich hatte trotz der Belastungsschmerzen einen sehr großen Spaß und zwar tatsächlich auf den kompletten 69 km und den über 3000 HM. Auch wenn sie einen tatsächlich auf den letzten 20 km noch mal von ganz unten in Oberstdorf auf den Sonnenkopf hochschicken (900 m ü NM bis 1700 m ü NM). Nach 12:27 h kam ich überglücklich ins Ziel.

 

42. Schönwälder 10 km Lauf, 4. August 2019 - Denzer Cup

Vorab einmal für alle zukünftigen Teilnehmer: 1. Es sind 10,4 km, 2. es ist definitiv die anspruchsvollste Strecke der Denzer Cup Serie (rund 200 HM, mit selbst den kurzen Steigungen „giftigem“ bergauf), 3. der Untergrund ist oft sehr „uneben“ - Wurzel, große Steine auf den Kieswegen, bergauf dann wenig Vortrieb, im Wald schwierige Lichtverhältnisse für alle Brillenträger!, 4. die bergab Passagen sind so steil, dass man den Zeitverlust von bergauf nicht reinholt und immer wieder Bremsschritte einbauen muss, 5. Laufen nach Zeit geht nicht, Gefühl oder Puls gibt das Tempo vor. Ach ja: Man geht vom Parkplatz sowie Anmeldung zum Start hoch, und der der Start ist bergauf, genauso wie es die ersten 1,5 km bergauf geht!

Sieger 2019: Felix Davidsen (U20): 37:52 min,
Für die LSG: Dietmar Göbel M50: 41:46 min, Platz 2 AK, gesamt 11..

Hier noch ein nicht ganz ernst gemeinter Bericht, der vielleicht allen von Euch sagt: „Es geht jedem so“:„Eigentlich stressen mich die 10 km Läufe.“ „Eigentlich sollte sich einer von der LSG dort sehen lassen.“ „Eigentlich brauch ich eine ehrliche Standortbestimmung, wenn ich noch etwas weiter ambitioniert laufen will.“  „Eigentlich will ich es doch gar nicht wissen.“So ähnlich die Diskussion im Kopf in der Woche vor dem Lauf. Dann noch der (unter-?) bewusste Anspruch auf das Podest laufen zu wollen. Und die vielen Nachteile die das Teufelchen im Kopf aufzählt: 1. Neue, nach 13 Jahren - 2006 war ich zuletzt dort - unbekannte Strecke, 2. Montag davor schon von 7:00 bis 20:45 mehr oder weniger Praxis, Mittwoch gar Nachtdienst, 3. Samstag zwar nur 10 km aber eben kein Ruhetag…………….! Engelchen dagegen sagte nur: „Mann oder Maus?“ Ich fuhr also Sonntag morgens hin. Oh, oh: Auto unten parken, Streckenstart oben, heißt nach einlaufen nochmals runter zum Auto, trinken und wieder bergauf! Kopf macht jetzt schon Beine platt. Ich treffe Frank, einen der alten Haudegen des Denzercups, der später die M70 gewinnen wird: „Dietmar es kommt doch darauf an, auch mal so ein Ziel am Wochenende zu haben, dass man zumindest halbwegs Ernst nimmt. Das heißt auch Samstag dann kein Alkohol, früh ins Bett etc. Das ganze Wochenende ist gesund.“ Recht hat er. Der Start um 10:00 Uhr könnte besser organisiert sein: Massenstart mit Schülern 3 km und 5 km. Die stehen alle vor uns. Ca. 500 m Schlangenlinien, und raus - rechts oder links - in die „Pampa“. Walter, einer der Podiumskandidaten meiner Altersklasse ist schon weg. Oh, oh, dass kann was werden! Und immer bergauf …….. scharfe Kurve, kurz Asphalt, wieder bergauf auf Kies. Man, da vorne ist ca. 200 m weg der Führende. Das bei KM 1. Und was macht das kleine Mädchen vor dir? Ach ja: Unterkirnacher Nachwuchs. Landkind plus Training. Toll das es sowas noch gibt! Nach 1,5 km Streckentrennung, die Schüler biegen ab. Nach 2,5 km geht es bergab: Steil bergab. Ein Jungspund, noch dazu einen Kopf größer überholt mich. Was, wenn die anderen Podest Kandidaten meiner Altersklasse mich jetzt schon einkassieren. Alles Bergläufer der Region! Halt dann gegen, nicht jetzt schon überholen lassen! ….Oh, oh, den Streckenteil kenn ich von 2006. Vorm Schwimmbad nach rechts in die Talsenke und den Skilift hoch! Nicht gut! Steil, lockerer Kies……..Ich werde überholt. Ich überhole einen anderen Läufer. Wenigstens Gleichstand. Shit…..Ich habe mir das Streckenprofil zu gut eingeprägt: Da oben ist erst KM 4 nach der Steigung, und mind. 2 Steigungen kommen noch. Schwätz nicht, lauf, sagt das Engelchen. Teufelchen sagt: Mach halt mal langsam. Kilometer 5: Eigentlich ganz oben; Abbiegen in den Wald. Heb`die Füße. Speed nicht möglich, da Wurzel und konzentriertes laufen angesagt ist. Gut der vor mir kommt auch nicht wirklich von mir weg. Das beruhigt. Bei KM 6: Scharfe 110°Kurve. Ich spicke nach hinter: 2 rote Trikots. Die Konkurrenz. Ne,ne. Nicht schon 4 km vor dem Ziel: Sind 4,5 bis zum Ziel sagt Teufelchen. Aber nur 3 bergauf, sagt Engelchen. Ich höre auf das Klatschen der Zuschauer bei mir und danach, um zu hören, ob sie näher kommen. Ich bin Beute, nicht Jäger. KM 7: Na, also. Nur einer der M20 - wieder ein Kopf größer - ist direkt hinter mir. Rote Trikots: Fehlanzeige. Die Schwäche sägt mir in die Beine: Gegenhalten, lass ihn nicht vorbei, auch wenn s nicht Deine AK ist. Wenn er vorbei gehen kann ist das mental schlecht für Dich! KM 8: Noch 1 km bis es wieder steil bergab geht. Du bist noch vor dem Jungspund. Kilometer 8,7: Jetzt hast Du es: Da…….Seitenstechen, wie ein Laufanfänger und das richtig……. Reis Dich zusammen und halt notfalls 4 min die Luft an…….KM 9,4: Der Jungspund geht vorbei. Ich plane: Noch 600m bergab das Seitenstechen, bergauf wird es wieder weg gehen, dass weiss ich. Also: Platz halten und dann diese roten Trikots auf den letzten Metern auch nicht mehr überholen lassen: Letzte Kurve, noch 300 m. Noch 100 m, ich höre Kies knirschen. Ach, bin ich selbst……Ziel. Müsste Podest sein. Engelchen sagt: „Geht doch, stell Dich halt nicht so an.“ Teufelchen sagt: Ganz knapp……“ Aber das will ich jetzt nicht mehr hören. „Geht doch, klingt besser!“ Und `ne 4:01 min auf den Kilometer ist ja auch okay für die Strecke. Und die Analyse zu Hause: 2006 Platz  3 in der AK und 40:36 für 400 m weniger somit damals nur 1:10 schneller, als Heute mit 41:46 und Platz 2 in der AK. Abstand zu Walter der meine AK gewann: Damals 3:20 min, heute 1:51 min. In 26 Jahren, in der M 80 hab` ich ihn!

Stadtlauf Donaueschingen, 3. August 2019

Beim nunmehr schon traditionellen Schutzengellauf zu Gunsten Mukoviszidose erkrankter Kinder in Donaueschingen, war die LSG Schwarzwaldmarathon wieder mit einer großen Läuferschar am Start. Jeder der nicht irgendwie trotz Wochenende beruflich oder aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, trete seine Runden und nahm an dieser „Gemeinschaftsveranstaltung“ teil. Sogar Lenny - unser Maskottchen war mit von der Partie!

Danke an Alle für Eure Teilnahme!

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