„Jetzt weglaufen, ist zwecklos!“

  1. HimmelswegeLauf in Sachsen-Anhalt

„Bei hochsommerlichen Temperaturen zog es am Samstag, dem 15. Juni 2019, über 2.000 Läuferinnen und Läufer, Walker, Radfahrer und Wanderer in den Süden Sachsen-Anhalts zum 8. Himmelswegelauf. Und das nicht nur wegen der begehrten Medaille in Form der Himmelsscheibe von Nebra, die jeder Aktive beim Überqueren der Ziellinie überreicht bekam…“

So heißt es in einer Pressemitteilung der Marathon4You Meldungen vom 16.06.19. Wenn man dieses besondere Event mit wenigen Worten beschreiben müsste, trifft es der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt in seinem Grußwort haargenau: „Ein Sportliches Ereignis in einer landschaftlich sehr reizvollen und außerordentlich geschichtsträchtigen Region.“

Offizieller Startschuss fiel um 10:00 Uhr in Wangen, ein Ortsteil der Stadt Nebra im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Zu dieser Zeit waren es bereits an die 26 Grad. Aber das war nur Nebensache, denn jeder der Starter hatte das Ziel klar vor Augen und man fühlte sich in Mitte der anderen Mitstreiter voller Vorfreude und freute sich schon auf das einzigartige Gefühl, mit der applaudierenden Menge über die Ziellinie laufen zu dürfen.

Kaum gestartet, ließ man sich im Strom mitreißen, die ersten 3 bis 4 Kilometer, mit kontinuierlicher Steigung wurden durch kühlende, schattige Waldwege erträglicher gemacht. Inmitten eines herrlichen Geo-Naturparks ging es über Stock und Stein, freie Plantagen, abgelegene Waldwege und ein Stück durch das Örtchen Kleinwangen.

Beim Ansetzen zum letzten Kilometer wurde einem klar, jetzt weglaufen ist zwecklos! Dies wurde mitunter durch      motivierenden ;-) Sprüchen auf dem Boden untermalt. Sprüche wie „Los zieh, du Sau!“ oder „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt" bahnten einem den letzten steilen Anstieg der vor einem lag, bis hin zum erlösenden Zieleinlauf zur Arche Nebra!

10 Km-Himmelsscheibenlauf: M. Zwernemann, 00:59:22 und S. Zwernemann, 01:07:01

 

 

 

Biel 100 km: Der persönliche Bericht einer Ersttäterin

Mein erstes Mal:

Meine Knie, aua, mein Rücken macht zu…. Mein BH reibt, da, noch 1 km. Poplige 1000 Meter, oh nochmal Berg hoch, egal das rennst du jetzt durch. Plötzlich tut nichts mehr weh. Man schwebt. Die Tränen kommen hoch, ich Jubel das Publikum an, die mich feiern, als sei ich der Sieger. Ich bin über 12 h und 40 Minuten unterwegs, und da stehen sie alle noch und schreiben meinen Namen, der auf meiner Startnummer steht. Halt…ich bin der Sieger. Mein persönlicher Sieger. Das Beste, was ich leisten konnte. Das spannendste, was ich je gemacht habe. Mit Tränen in den Augen, Hand in Hand mit meiner besten Freundin die mich knapp 70 km begleitete wie ein Wachhund, dass es mir ja an nichts fehlt, dass ich einfach nicht alleine bin, laufe ich ins Ziel.

Aber he, was war eigentlich die letzten 99 km? Gute Frage.

Die Stimmung am Start ist unverwechselbar. Alle sind aufgeregt, egal zum wievielten male sie hier am Start stehen. Egal, wie oft sie schon über 50, 60, 80 oder 200 km gelaufen sind. Für jeden ist es spannend. Man kommt schnell ins Gespräch mit denen links oder rechts von einem. Ich treffe natürlich gleich einen Biberacher. Lustig. Glei am Dialekt erkannt. Es war sein 14. Mal. Und er schwärmte mir in wenigen Sätzen vor, wie geil es wird. Sein Ziel lag zwischen 11 und 12 Stunden. Also rannte ich die ersten Kilometer mit ihm. Meine Nicole sollte ja erst später zu mir stoßen. Um dem Gedränge am Start aus dem Weg zu gehen und den Läufern ihren unvergesslichen Start durch die Bieler Innenstadt zu ermöglichen fuhren die Radler bereits um 21:30 Uhr in der Nähe des Starts los. Mit Polizeibegleitung ging es auch für sie erst durch die Stadt bis nach Lyss.

Auf der Strecke gab es wirklich viel zu erleben. Menschen jeden alters standen oder saßen an der Straße, schauten einem ins Gesicht und riefen einem auf Deutsch, Schwizer Dütsch oder Französisch zu, „hep hep hep“, „weiter so“, oder „prima“, „bravo“, „allee“ usw. Sehr persönlich. Nicht mit einem Marathon zu vergleichen. An den Startnummern erkannte man, bei welchem der vielen Wettkämpfe man teilnahm. Die der 100-er war rot. Also immer wenn jemand meine Nummer erkannte, nickte er respektvoll zu und sagte etwas dazu. Selbst Radfahrer, die gerade auf dem Weg zur Arbeit wahren (erst zu den Morgenstunden) oder ähnliches, riefen einem irgendetwas motivierendes zu.

Da ich schnell schwitze, wurde der Wind irgendwann wirklich lästig. Es war für meine Verhältnisse etwas kühl. Dann immer wieder Regen, von Niesel bis Platschregen. Ich machte mir ständig Sorgen um meine Nicole. Die da mit 7 bis 10 km/h neben mir her radelte, bei Wind und Wetter. Das ist für ein Radler nicht gerade sportlich. Eher wie auf der Couch sitzen und hin und wieder in die Pedale treten. Doch tapfer hörte ich kein negatives Wort von ihr. Im Gegenteil. Sie ist eine Frohnatur, die es verstand meine Laune hoch zu halten. Oder auch einfach mal nichts zu sagen. Die Strecke perfekt markiert, an jedem Pfeil ein Lichtchen. Sehr romantisch für meinen Geschmack. Allgemein ist es eine sehr interessante Atmosphäre, im dunkeln hunderte Läufer vor und hinter sich zu sehen mit Stirnlampe. Die einen quasseln, die anderen Stumm. Manche mit Musik, manche angezogen wie im Winter. Manche wie bei 35 Grad. Ja, jeder Mensch tickt nun mal anders. Und doch haben sie alle das selbe Ziel. Glücklich und Froh ins Ziel zu kommen.

Bis Kilometer 50 ging es mir prima. Mein Kopf und mein Körper waren sich einig, „du rennst heute die 100 km durch“. Doch dann, irgendwann kam ein mega Tief. Keine Ahnung mehr durch was das ausgelöst wurde aber ich begann 6 km lang ernsthaft Pläne zu schmieden, wie ich bei Kilometer 56, Ziel der Ultramarathonläufer, auszusteigen. Ich kam dort an, lief zu einem Schiedsrichter und der sagte mir, ich könne hier aussteigen, würde für den Ultra gewertet mit Urkunde und Finishershirt und könnte dann mit dem Shuttelbus nach Biel fahren. Ich glaube es hat genau einen Becher voll Gemüsebrühe gedauert bis ich den Gedanken komplett verworfen habe. He, nur noch 44 km. Bisschen mehr als ein Marathon. Den Knopf in mir gedrückt, und einfach los gerannt. Nicole sah ich nirgends. Aber ich wusste, die findet mich schon wieder. Ich rannte, drehte mich nicht mehr um. Ich wollte in dieses Ziel in Biel. Bei Tageslicht, mit Publikum, mit der Gewissheit, 100 km gerannt zu sein. Aus eigener Kraft, nach über 1500 Trainingskilometer seit Januar. Also gib Gas Julia und komm in dieses verdammte Ziel.

Da ging plötzlich die Sonne auf und alle Tiere erwachten. Auch meine Lebensenergie kam zurück und ich feierte einen zweiten Start. Und den ersten Sieg gegen meinen Schweinehund.

Langsam wurde mein Mund immer trockener. Hatte ich doch bei der letzten Station zu wenig getrunken. Keine Nicole im Sicht. Zudem kam hier der Punkt, wo die Radler wegen dem Unwegsamen und engen Gelände eine andere Strecke nehmen mussten als wir, und wir hier 10 km auf uns selbst gestellt waren. Der Durst wurde immer schlimmer. Ich bildete mir ein, nicht mehr schlucken zu könne. Halsweh zu bekommen. Da lag eine kleine Flasche auf dem Boden. Die schien jemand verloren zu haben, denn es stand ein Name drauf. Ich drehte den Trinkverschluss ab, und trank es leer ohne mir eine Sekunde über irgendwelche Folgen Gedanken zu machen. Grenzen überschreiten.

Ich traf einen riesen Dachs, einen Igel, Mäuse, viele Vögel. Einfach herrlich mal zu sehen, wo man so rum rennt.

Und Nicole stieß wieder zu mir. Mega glücklich über meinen  „Nichtausstief“ rannten wir weiter. Uns überholte ein altes Paar (Mind. 70 Jahre alt) den Berg hoch im Laufschritt bei Km 70. Eh, was ist mit der Welt nicht in Ordnung. Ich feierte die zwei so. Sie schaute mich nur verschämt an und meinte „schauen wir mal wies oben aussieht!“

Die Kilometer vergingen mal schnell mal langsamer. Bekanntlich sind die letzten 10 die schwersten. Das habe ich bei meinen ersten zwei Ultra Läufen bereits feststellen müssen. Nicole sagte ab da nur noch, renn, umdrehen wäre jetzt auch scheiße. Normalerweise kann ich über diesen Spruch lachen, aber hier ging das irgendwie nicht mehr. Ab dem 95. Kilometer haben sie jeden Kilometer ausgeschildert. Fand ich prima, man hangelte sich von Schild zu Schild.

Plötzlich ist man mitten in der Stadt, biegt gefühlt zweimal ab und rennt auf die Zielgerade zu. Dieses Gefühl ist daran Schuld, dass man sowas immer wieder macht. Diese Dankbarkeit, dass man Gesund ist, dass einem dieser Körper tatsächlich so unbeschreiblich harte Sache machen lässt. Das man Schmerzen ertragen kann, darf. Das ist das volle Leben!

Danke an alle, die an mich geglaubt haben. Die mich angefeuert und mir diese viele Zeit des Trainings ermöglicht haben. Ohne Support und liebe Menschen die an einen glauben ist das glaub fast unmöglich.

Bieler Lauftage 7./8. Juni 2019

Vorab die Fakten zum neugierig machen auf den Bericht:
100 km Non stop Einzel-Lauf:
LSG Läufer/innen: Jule Ruff: 12:43:18 h, Platz 7 Altersklasse und Platz 43 unter allen Frauen
Thore Göbel: 9:11:12 h, Platz 1 Altersklasse und Platz 24 im Gesamtklassement
Dietmar Göbel: 9:11:15, Platz 5 Altersklasse und Platz 25 im Gesamtklassement
Starter als Einzelläufer: 751 Männer und 170 Frauen
Sieger: Florian Vieux in 7:01:13 h
Siegerin: Claudia Bernasconi 8:18:28 h (wiederholt ihren Sieg von 2018).

Zum Lesen, Schmunzeln und Nachdenken:

Warum läuft man 100km? Eine Frage, die Jeder immer wieder hört der es tut. Seine Grenzen testen? Den Körper wie ein gutes Auto auf einer Rennstrecke mal richtig „ausfahren“? Als Spendenlauf (Hab´ ich auch schon 3 x gemacht)? Als Beweis eines Stammtischspruches (Hier: „E-Bike um 100km Strecken zu fahren? Die läuft man!“). Weil man seinen Körper einmal bis in die letzte Faser spüren möchte? ……..Es gibt viele Antworten und vielleicht sind alle irgendwie richtig.Aber wieso dann ausgerechnet Biel? Durch die Nacht. Gegen die Bio-Kurve! Mit einer Art Trailpassage am Emmedamm! Eine große Runde ohne ständige - z.B. alle 5 km - Depotmöglichkeiten für Kleiderwechsel bei Wetterwechsel?Das kann ich beantworten: 1. Biel ist „classico“: Ältester 100 km in Europa, bestehend seit 1959, somit dieses Jahr zum 61. mal!2. Biel wird mit Liebe und Herzblut ausgerichtet, was man an allen Ecken und die gesamte 100 km Strecke entlang merkt!3. Alle Dörfer und Dorfbewohner auf der „großen Runde“ feiern die ganze Nacht die Läufer und feuern sie unermüdlich an!4. Nicht umsonst wird unter Ultraläufern der Name Biel im Vergleich zu anderen 100-derter Namen mit besonderer Achtung ausgesprochen und wenn man sagt: „Ich laufe Biel“, meint man die 100 km Strecke. Alles andere verlangt nach Kilometerzusatz (Wie: Ich laufe in Biel 56 km). Biel ist 100 km. Biel ist eine Definition im Laufsport. 5. Die Strecke ist eine große Runde, was es eben schwerer macht, aber auch einen Drehwurm wie bei im Extrem den Hallenläufen vermeidet. 6. Durch die Nacht: Statt Fernsehen, die Nacht einmal anders „durchfeiern“……………..“Es ist eben Biel“. Deswegen startete ich (=Dietmar) seit 2004 nun auch zum 8. Mal, Thore zum 2. Mal und Jule wollte sich dieses Jahr zum ersten Mal an dieses Erlebnis der 100 km non-stop Strecke herantrauen. Jule nutzte in Form einer Freundin die ab ca. KM 25, mit einer kurzen Unterbrechung zw. KM 55 und 65, bis zum Ziel erlaubte Radbegleitung. Gerade beim ersten Mal durch die Nacht und der diesmal schwierigen Wetterprognose mit Wind/Sturm und Regen von 22:00 Uhr bis morgens um 5, sehr vernünftig. Thore und ich liefen wieder als Vater-Sohn Team wie die letzten 2 Jahre bei Ultras häufiger. Keiner kann zwar Bestzeit laufen (insbesondere Thore nicht), aber es macht Spaß und die Zeit vergeht schneller. Denn langweilig wird es schon mal bzw. man wird als Läufer ungeduldig bzgl. dem Vorwärtskommen. Start 22:00 Uhr, wie immer mit großen „Hallo“ und dem Bieler American Football Team als vorderste Startreihe zur Vermeidung von Frühstartern. Es hat schon Etwas, wenn diese im Football Dress beim Startschuss lossprinten und wie ein großes Tor sich nach rechts und links teilen. Die ersten Kilometer durch Biel und die direkten Vororte: Kontinuierliche Party und für den Läufer: „Mach langsam am Anfang“. Letzteres gilt auch auf den ersten doch Recht langen Steigungen aus Biel heraus. Nach ca. 5 km wird es ruhiger und Thore und ich finden unseren 5er Schnitt. Leider gibt es doch etwas Regen und vorallem der starke Wind stört den Genuss. Aber er lässt mich auch innerlich lachen bzw. einmal spreche ich es auch einem Läufer gegenüber an: „Wie kannst Du glauben hinter meinen 1,62 m Winterschatten zu laufen, wenn Du selbst 1,80 m bist?“ Ideen haben manche Leute.Bei Kilometer 18 Aarberg, die klassische Holzbrücke als Fotomotiv und großes Hallo im Ort. Für die Stafetten-Läufer der erste Wechsel auf den 2. im Fünfer Team. Hanjo ist da zum Abklatschen und findet uns auch, obwohl wir in den gelben Regenjacken in der Masse sicher fast untergehen. Außerdem sind ja zu diesem Zeitpunkt noch die 56 km, die Walker, die Partnerläufer, die Halbmarathonis, etc. unterwegs. Das Feld wird sich noch ausdünnen in der Nacht! Nächstes großes örtliches Ziel ist Oberramsern bei Kilometer 38. Wir halten unseren Fünfer-Schnitt und sind froh anscheinend „gut“ zu liegen, so dass uns die ab Kilometer 25 viele Läufer begleitenden Radcoaches nicht zu sehr stören. - Übrigens kein leichter Job und noch schwerer, wenn man andere Läufer nicht behindert oder dies wenigstens versucht! Wer es mag oder Bestzeit laufen will: Man hat sicher alles wie Regenjacke, Ersatzstirnlampe etc dabei und muss nicht an den Verpflegungsposten halten. Macht allein bei ab da noch 15 VPs und pro VP 2 min Zeitverlust eine halbe Stunde Zeitgewinn plus es entfällt dieses „schwierige“ Wiederanlaufen nach dem Stopp am VP. Oberramsern: 3:12 h und wie wir später erfahren Platz 40/41, darauf lässt sich bei dem Wetter eigentlich aufbauen, nur: Thores Magen mag nicht mehr: Also Tempo raus, nur noch 5:30/km und an jedem VPs exaktes wählen was der Magen gerade will, im Gehen essen, nicht „schlingen“ und Apfelschale im Mund isolieren und später in die Wiese spucken. Ballaststoffe wir brauchen Euch gerade mal nicht und Apfelschale kompostiert. Bitte nie mit Orangenschalen oder Banane machen!  Marathondistanz so nebenbei, dann aber fängt in Biel der Kopf an: Ist ja auch schon rund 2 Uhr morgens und der Geist sagt mit Yoda dem Yedimeister (= Krieg der Sterne!): „Schlafen ich muss jetzt“. Kilometer 50 und mit Ungedult erwartet KM 56 in Kirchberg. Mit 4:51 h passt es noch, und Platz 30/31 von den knapp 1000 Startern ist ja auch okay. J. Man arbeitet sich als trotzdem nach vorne. Emmedamm, auch Ho-Tschi-Min Pfad genannt, wir kommen. Wegen „Unpassierbarkeit“ ist der Teil 1 des Damms mit einer Umleitung zu umlaufen. Das sagt glaube ich viel. Enger Weg, nachts um 3 oder später, Steine, Kanten und Wurzel. „Hebt hoch Eure Füße….“ oder ihr fallt „dahin“. Als wir KM 70 erreichen, fällt mir die Fürsorge des Veranstalters auf ganz andere Weise auf: Alle 5 km steht ein Schild mit der KM Angabe. Ab KM 70: Kilometer 70, Finish in 30 km. Diese „Finish Angabe ist neu! Man weiß halt, dass an diesem Zeitpunkt einfache Rechenaufgaben auch von uns Läufern kaum zu bewältigen sind. Daher bekommt man wie die Abiturienten 2019 in Bayern (?) leichtere Aufgaben oder eben die Lösung. Ob die Angabe: Noch 30 km, aber zu dem Zeitpunkt aufbaut???  Bibern, KM 76,7: Von nun an nur noch eine große Steigung, ab dann geht es bergab. Auch mit uns? Die Oberschenkel müssen im Bergabteil bis KM 81 schon einiges aushalten. Ich nehme mir vor: Nur noch Stafetten-Läufer sollen uns überholen. Läufer mit Radbegleitung, die uns an den VPs überholen, will ich wieder „einfangen“. Bei den schweren Bedingungen dieses Jahr, denke ich Thore hat auch mit 9:15 noch eine Podestchance, wenn wir aufpassen. Und wir kämpfen. Den ganzen langen Weg bis KM 91 dem Fluss Aare entlang und noch weiter. Selbst zwischen KM 98 und 99 kennen wir keine Gnade und „sacken“ noch einen mit seinem Radbegleiter ein. (99 bis Ziel wäre eigentlich tabu?!). Zieleinlauf: Gemeinsam, wie oft die letzten Jahre. Persönliche Begrüßung vom OK Präsidenten und auch Hanjo ist da. Dann ab ins Zielzelt mit Sofa und „post 100 km Verpflegung einschließlich alkoholfreiem Bier. Und es hat sich nicht nur mit einem weiteren unvergesslichen Abenteuer gelohnt. Gesamtplatz 24 Thore und ich 25, sowie Thore als Sieger der AK 20. Und Jule? Sie hat bei Ihrem „Erstwerk“ alles erfüllt und muss die vielen Eindrücke erstmal verarbeiten. Mit Platz 7 in der AK aber sofort internationale Spitze. Fragt sie doch nach ihren Eindrücken selbst (oder uns) und besucht uns mal bei unserem Lauftreff am Mittwoch um 18:30 Uhr in Bräunlingen. Dort kann jeder kommen, auch wenn er „nur 7 min/km läuft“.

Kontakt

Sommergasse 6 in 78199 Bräunlingen

Telefon: +49 (0) 771 / 897-6345

Fax: +49 (0) 771 / 897-6735

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